CSR
Es wird ernst
Europäische Unternehmen sollen für Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden haften, die von ihren Tochterfirmen oder Subunternehmen im Ausland verursacht werden.
Dies fordert eine aktuelle Studie der European Coalition for Corporate Justice, ECCJ, die am 29. Mai 2008 im EU-Parlament vorgelegt und diskutiert wurde (www.corporatejustice.org). Die Studie enthält auch konkrete Empfehlungen für Maßnahmen und Politiken. Extraterritoriale Verfolgung gibt es bereits bei Kriegsverbrechen und im Seerecht, so die ECCJ, es sollte sie auch für Unternehmen und deren Management geben. Im EU-Parlament wurde die ECCJ vor allem von Richard Howitt, dem Berichterstatter für CSR, die soziale Verantwortung von Unternehmen, unterstützt und von dessen Partei, der Sozialdemokratie. Howitt hofft, mit dieser Studie Druck auf die Kommission auszuüben, Maßnahmen zum Thema internationale Haftung in ihre neue "Social Agenda" aufzunehmen, die am 25. Juni 2008 vorgelegt werden soll.






