Cover Ausgabe 03 | 2009   eMail   Impressum
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Originell statt original!

Immer mehr schauen sich echte und künstliche Lebensmittel täuschend ähnlich. Stück um Stück wird auf Kunstprodukte umgestellt. Nicht, weil keine Originalprodukte vorhanden wären, sondern weil es für die Industrie billiger und schneller geht. Dabei sind die MarketingstrategInnen der Nahrungsmittelkonzerne höchst innovativ unterwegs. Im Interesse der KonsumentInnen muss Aufklärung und eindeutige Kennzeichnung her.

SchwerpunktEssen zum Vergessen?

Jeden Monat ein neuer Lebensmittelskandal. Die Täuschung der KonsumentInnen ist an der Tagesordnung. Miese Produktqualitäten aus der Retorte werden den KäuferInnen vorgesetzt. Gentechnisch produzierte Erzeugnisse, Produkte aus der Nanotechnik und Lebensmittel, die nur mehr aus künstlichen Aromen und Geschmacksverstärkern bestehen, füllen die Regale der Supermärkte! Was ist wirklich dran an den Skandalen, wo liegen die Gefährdung und die Täuschung, wie kann man sich davor schützen und welche Maßnahmen sind notwendig, um das Vertrauen der KonsumentInnen wieder herzustellen?

SchwerpunktBezeichnend?

Die KonsumentInnen wurden wieder einmal hart auf die Probe gestellt: Aufgrund von Medienberichten waren im Sommer "Kunstkäse" oder "Schummelschinken" in aller Munde. Gesundheitsschädigend sind diese Erzeugnisse nicht – aber allzu oft werden den VerbraucherInnen Produkte vorgegaukelt, die nicht dem entsprechen, was sie laut Werbung bzw. Abbildungen an Erwartungen vermitteln. Die Arbeiterkammer fordert schon seit Jahren eine klarere Kennzeichnung, um vor Täuschung mehr geschützt zu sein. Ab Herbst geht auf EU-Ebene die intensive Diskussion zur Novellierung der Kennzeichnungsvorschrift und Nährwertkennzeichnung weiter.

SchwerpunktFeed the job

Der Einfluss der Ernährung am Arbeitsplatz auf Leistung und Wohlbefinden ist beachtlich und entscheidet oft über den Konzentrationsabfall am Vormittag, das Ausmaß der Müdigkeit nach dem Mittagessen oder einen Höhenflug an Kreativität. Genauso unterschiedlich wie die Arbeitsplätze sind, sollten auch die Schwerpunkte der Ernährung gesetzt werden. Und am allerbesten wäre es, den Arbeitsplatz vom Ort der Nahrungsaufnahme zu trennen, was leider nicht immer möglich ist. Wie esse ich also richtig in der Arbeit?

SchwerpunktInterview

Lebensmittel seien heute besser und mehr kontrolliert als je zuvor, sagt die Wirtschaft. KonsumentInnen verunsichert aber die Vielzahl von Meldungen über "Kunstprodukte". Was ist dran? Darüber sprach Wilfried Leisch mit dem wissenschaftlichen Leiter des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.LE), Udo Pollmer.
Kontroverse

Diskussion