Editorial
Schönfärbereien
Trotz vollmundiger Ansagen verschiedenster ÖVP-Umweltminister von Martin Bartenstein über Wilhelm Molterer bis Josef Pröll wird Österreich sein Klimaziel mit Pauken und Trompeten verfehlen. Und das war seit vielen Jahren absehbar. Auch wenn der damalige Umweltminister Josef Pröll noch im Jahre 2006 tönte: "… werden wir bis 2012 das Klimaschutz Ziel von minus 13 Prozent CO2 Ausstoß erreichen, [...] Die EU-Kommission prognostiziert unter diesen Voraussetzungen sogar eine Reduktion von 18 Prozent.”
Nun gut, daraus ist halt nix geworden – aber selbst damals war bei aller Schönfärberei schon klar, dass der Straßenverkehr das große Problemkind mit massiven Zuwächsen in den CO2 Emissionen ist.
Was tun? Da gibt es im Prinzip zwei Ansätze: Verkehr vermeiden oder auf umweltfreundliche Verkehrsträger verlagern. Da radikale Maßnahmen, die zu einer echten Verkehrsvermeidung führen könnten, zum Teil nicht sinnvoll, auf jeden Fall aber politisch nicht durchsetzbar sind, bleibt nur die massive Verlagerung auf die Schiene. Soweit die Theorie.
Die praktische Verkehrspolitik sah aber etwas anders aus: Zuerst wurden von Schwarz-Blau hunderte Millionen in umweltschädlichen "Bio"diesel gesteckt, um die Bauern zu fördern, dann wurde ein extrem teures und sehr umstrittenes Bahntunnelprojekt angegangen, um Jörg Haider zu besänftigen, und schließlich wurden noch die ÖBB in mehrere konkurrenzierende Teilunternehmen zerschlagen, um die Roten zu quälen. Das Ergebnis schadet der Umwelt, den Bahnkunden und der Wirtschaft. Höchste Zeit für Veränderungen, denn ohne gut funktionierende Bahn ist der Zug für den Klimaschutz abgefahren.
Nun gut, daraus ist halt nix geworden – aber selbst damals war bei aller Schönfärberei schon klar, dass der Straßenverkehr das große Problemkind mit massiven Zuwächsen in den CO2 Emissionen ist.
Was tun? Da gibt es im Prinzip zwei Ansätze: Verkehr vermeiden oder auf umweltfreundliche Verkehrsträger verlagern. Da radikale Maßnahmen, die zu einer echten Verkehrsvermeidung führen könnten, zum Teil nicht sinnvoll, auf jeden Fall aber politisch nicht durchsetzbar sind, bleibt nur die massive Verlagerung auf die Schiene. Soweit die Theorie.
Die praktische Verkehrspolitik sah aber etwas anders aus: Zuerst wurden von Schwarz-Blau hunderte Millionen in umweltschädlichen "Bio"diesel gesteckt, um die Bauern zu fördern, dann wurde ein extrem teures und sehr umstrittenes Bahntunnelprojekt angegangen, um Jörg Haider zu besänftigen, und schließlich wurden noch die ÖBB in mehrere konkurrenzierende Teilunternehmen zerschlagen, um die Roten zu quälen. Das Ergebnis schadet der Umwelt, den Bahnkunden und der Wirtschaft. Höchste Zeit für Veränderungen, denn ohne gut funktionierende Bahn ist der Zug für den Klimaschutz abgefahren.







