Cover Ausgabe 04 | 2009   eMail   Impressum
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Zügig?

Alle reden vom Klimaschutz. Die Bahn trägt dazu im Verkehr am meisten bei. Doch in der Verkehrspolitik geht es der Bahn oft an den Kragen, wird die Straße der Schiene bevorzugt, werden nötige Investitionen nicht richtig getätigt. Im Personennahverkehr drohen längere Intervalle und Streckenschließungen. Spät aber doch kommen jetzt Fahrgastrechte für Bahnkunden. Gut. Doch bedeuten mehr Rechte auch mehr Züge? Welche Zukunft hat die Bahn?

SchwerpunktBahn mit Zukunft?

Um Klimaschutzziele zu erreichen und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, muss die Zukunft der Bahn gehören. Das öffentliche Unternehmen ÖBB kann diese Herausforderung nur bestehen, wenn die Weichen endlich richtig gestellt werden. Es reicht nicht, wenn der Staat sich zum Infrastrukturausbau bekennt, er muss auch das Angebot im öffentlichen Personenverkehr ausreichend finanzieren und als Eigentümer dafür sorgen, dass sich das Unternehmen an seinen verkehrspolitischen Zielen orientiert. Es geht darum, die Bahn wieder als Gesamtsystem zu optimieren statt durch den Kampf zwischen Teilinteressen weiter das Image und das Angebot zu zerstören.

SchwerpunktMehr Rechte, weniger Zug?

1,5 Millionen der österreichischen ArbeitnehmerInnen sind PendlerInnen. Der Zeitaufwand ist teilweise enorm: 40 Prozent der PendlerInnen brauchen zumindest eine Stunde täglich, 15 Prozent sogar zwei Stunden und mehr für ihre Arbeitswege. Derzeit stellt sich die Situation so dar, dass zwar Beschäftigte und KonsumentInnen in Österreich Rechte haben, nicht aber PendlerInnen. Fahrgäste fühlen sich aber auch als VerbraucherInnen und sind in einer modernen Verkehrspolitik auch so zu behandeln. Das bedeutet natürlich auch gesetzlich verbriefte Rechte bei mangelhaft erbrachten Leistungen.

SchwerpunktBahn im Netz

Wenn man sich die Jubelmeldungen über die Rekordinvestitionen in die Schieneninfrastruktur ansieht, müsste man annehmen, das goldene Bahnzeitalter hätte gerade erst begonnen. Ein Verbesserungsprogramm jagt das andere. Nicht immer dürften die Investitionen aber dort ankommen, wo sie hin sollten. Bei den zahlenmäßig größten KundInnen der ÖBB, den PendlerInnen, will die euphorische Aufbruchsstimmung angesichts eklatanter Mängel nicht wirklich Platz greifen. Eine neue Bahn bedarf offensichtlich mehr als nur neuer Investitionen.

SchwerpunktInterview

Die ÖBB sind das größte Verkehrsunternehmen Österreichs und einer der größten Arbeitgeber der Republik. Sie könnten eine große Rolle beim Umwelt- und Klimaschutz spielen. Doch in den Schlagzeilen sind die ÖBB oft aus anderen Gründen. Warum? Darüber sprach Wilfried Leisch mit dem Vorsitzenden des ÖBB-Konzernbetriebsrats, Wilhelm Haberzettl.
Kontroverse

Klimaschutz - Sollen die MieterInnen dafür zahlen?

Klimaschutz und Energiesparen ist in aller Munde, die Dämmung von Gebäuden würde sehr viel dazu beitragen können. Geht es nach den WohnbauträgerInnen, sollen die Kosten nach einer thermischen Sanierung auf die MieterInnen abgewälzt werden. Sollen die MieterInnen für den Klimaschutz zahlen?