Bahn mit Zukunft?
Um Klimaschutzziele zu erreichen und eine lebenswerte Umwelt zu erhalten, muss die Zukunft der Bahn gehören. Das öffentliche Unternehmen ÖBB kann diese Herausforderung nur bestehen, wenn die Weichen endlich richtig gestellt werden. Es reicht nicht, wenn der Staat sich zum Infrastrukturausbau bekennt, er muss auch das Angebot im öffentlichen Personenverkehr ausreichend finanzieren und als Eigentümer dafür sorgen, dass sich das Unternehmen an seinen verkehrspolitischen Zielen orientiert. Es geht darum, die Bahn wieder als Gesamtsystem zu optimieren statt durch den Kampf zwischen Teilinteressen weiter das Image und das Angebot zu zerstören.
Es ist ein Faktum, dass der Verkehrssektor – und da vor allem der Straßenverkehr - mit mehr als einem Viertel aller Treibhausgasemissionen zu den Hauptverursachern zählt. Und der Verkehr verzeichnet mit über 70 Prozent Zuwachs den stärksten Anstieg bei den Emissionen seit 1990. Da helfen auch die technischen Verbesserungen wenig, denn der Verkehr hinkt im Verhältnis zu den Reduktionszielen der Klimastrategie am deutlichsten hinterher. Weil aber die Verkehrsleistung stark konjunkturabhängig ist, hat sich die Situation 2009 etwas entspannt. Der Güterverkehr ist im Zuge der Wirtschaftskrise massiv zurückgegangen. Leider hat der Rückgang von rund 20 Prozent beim LKW-Verkehr auf dem Autobahnnetz wahrscheinlich nicht dazu geführt, dass die Schiene punkten konnte, denn auch die Bahn meldet Rückgänge in ähnlichen Dimensionen.
Wenn nicht zur Debatte steht, dass der Verkehr an sich – die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und die notwendige Versorgung mit Gütern – massiv eingeschränkt werden soll, dann muss Klimaschutz sich auf die effizientesten Formen der Mobilität im Hinblick auf Energieverbrauch und Emissionsausstoß konzentrieren. Die Bahn als wesentliches Element des Öffentlichen Verkehrssystems und als wichtigste Alternative zum Güterverkehr auf der Straße muss daher das Verkehrsmittel der Zukunft sein.
BEGÜTE(R)TE BAHN?
Ein Vergleich der CO2-Emissionen zwischen Straße und Schiene liefert klare Argumente für die Bahn, aber der Konkurrenzkampf ist sehr hart. Die Bahn kann nur dann Marktanteile halten oder gar gewinnen, wenn sie günstiger, schneller und verlässlicher transportiert als der LKW. Die massiven Umsatzeinbrüche im Krisenjahr 2009 mit bis zu 20 Prozent haben gezeigt, dass die Billigkonkurrenz und Überkapazität auf der Straße die Erfolge der Rail Cargo AG rasch wieder zu nichte machen kann. Und die Konkurrenz innerhalb des Bahnsektors ist ebenfalls gewaltig. Im europäischen Vergleich war Österreich bislang ein echtes
Musterbeispiel für den Güterverkehr auf der Schiene. Die Gründe: ein sehr aktives Bahnunternehmen und die notwendige öffentliche Unterstützung durch Förderungen für Anschlussbahnen, Terminals, den Kombiverkehr und die Rollende Landstraße. Für die Zukunft wird entscheidend sein, dass die Rail Cargo eine wesentliche Stärke nicht vernachlässigt, ein Schienennetz, das nicht nur die Zentren verbindet, sondern ganz weit in die Fläche geht, im Idealfall von Werkshalle zu Verteilterminal oder gleich in die nächste Werkshalle. Weiters: moderne Lokomotiven, die durch die enge Kooperation mit dem Personenverkehr optimal eingesetzt werden können. Letztere machen die Rail Cargo auch für Konkurrenten als Übernahmekandidat sehr attraktiv. Der Verlockung, die Rail Cargo damit lukrativ auf den Markt zu werfen, darf die Politik auf keinen Fall nachgeben, denn dann ist der Bahntransport in Österreich ganz sicher kein zentrales Unternehmensziel mehr.
Wenn nicht zur Debatte steht, dass der Verkehr an sich – die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und die notwendige Versorgung mit Gütern – massiv eingeschränkt werden soll, dann muss Klimaschutz sich auf die effizientesten Formen der Mobilität im Hinblick auf Energieverbrauch und Emissionsausstoß konzentrieren. Die Bahn als wesentliches Element des Öffentlichen Verkehrssystems und als wichtigste Alternative zum Güterverkehr auf der Straße muss daher das Verkehrsmittel der Zukunft sein.
BEGÜTE(R)TE BAHN?
Ein Vergleich der CO2-Emissionen zwischen Straße und Schiene liefert klare Argumente für die Bahn, aber der Konkurrenzkampf ist sehr hart. Die Bahn kann nur dann Marktanteile halten oder gar gewinnen, wenn sie günstiger, schneller und verlässlicher transportiert als der LKW. Die massiven Umsatzeinbrüche im Krisenjahr 2009 mit bis zu 20 Prozent haben gezeigt, dass die Billigkonkurrenz und Überkapazität auf der Straße die Erfolge der Rail Cargo AG rasch wieder zu nichte machen kann. Und die Konkurrenz innerhalb des Bahnsektors ist ebenfalls gewaltig. Im europäischen Vergleich war Österreich bislang ein echtes
Musterbeispiel für den Güterverkehr auf der Schiene. Die Gründe: ein sehr aktives Bahnunternehmen und die notwendige öffentliche Unterstützung durch Förderungen für Anschlussbahnen, Terminals, den Kombiverkehr und die Rollende Landstraße. Für die Zukunft wird entscheidend sein, dass die Rail Cargo eine wesentliche Stärke nicht vernachlässigt, ein Schienennetz, das nicht nur die Zentren verbindet, sondern ganz weit in die Fläche geht, im Idealfall von Werkshalle zu Verteilterminal oder gleich in die nächste Werkshalle. Weiters: moderne Lokomotiven, die durch die enge Kooperation mit dem Personenverkehr optimal eingesetzt werden können. Letztere machen die Rail Cargo auch für Konkurrenten als Übernahmekandidat sehr attraktiv. Der Verlockung, die Rail Cargo damit lukrativ auf den Markt zu werfen, darf die Politik auf keinen Fall nachgeben, denn dann ist der Bahntransport in Österreich ganz sicher kein zentrales Unternehmensziel mehr.
Splitter
Zusammenfassung
Die Zerschlagung der ÖBB im Jahr 2003 hat dem System Bahn vor allem durch den Verlust von Synergien geschadet. In Sachen Kundennutzen haben ÖBB und Politik noch viel zu tun. Für eine "Bahn mit Zukunft" fehlt dringend ein breites, öffentliches Bekenntnis zur "Bahn als Klimaalternative", die nicht nur "Bauunternehmen" mit konjunkturpolitischem Auftrag ist, sondern vor allem Anbieter von leistbaren, flächendeckenden öffentlichen Personenverkehrsdiensten mit ausreichender öffentlicher Finanzierung.








