Cover Ausgabe 04 | 2009   eMail   Impressum

Ausgeschlafen?

Lange Winternächte verlocken zum Einigeln und Ausschlafen. Wir verbringen gut ein Drittel unseres Lebens im Bett, das sind hochgerechnet etwa 220.000 Stunden. Erholsamer Schlaf ist für unsere Gesundheit, unsere Leistungsfähigkeit und unsere Freude am Leben von entscheidender Bedeutung. Die im Bett verbrachte Zeit hilft, unsere Batterien aufzuladen und neue Kräfte für den Alltag zu sammeln. Es lohnt sich also, in ein gutes Bett zu investieren, das den jeweiligen Bedürfnissen entspricht und optimale Erholung für Körper und Geist ermöglicht.
Von Peter Kurz
In einer Nacht verändern wir 15 bis 20 mal unsere Liegeposition. Für ungestörten Schlaf ist es wichtig, dass sich die Bettkonstruktion optimal den Liegepositionen anpassen kann. Denn: Wer aufgrund eines ungeeigneten Bettes nicht gut schläft, bewegt sich zu viel oder zu wenig, wacht öfters auf und fühlt sich am Morgen unausgeschlafen und kraftlos.
Es gibt kein ideales Bett für jeden. Jede bzw. jeder Einzelne braucht in Abhängigkeit von Körpergewicht und Schlafgewohnheiten das individuell passende Bett. Es gibt aber ein paar grundlegende Kriterien, die jedes Bett erfüllen sollte, damit der Schlaf überhaupt zur Erholung werden kann.

KÖRPERGERECHTHEIT
Unsere Schlafunterlage muss vor allem unserer Wirbelsäule eine entspannte Lage ermöglichen. Das gelingt dann, wenn schwere Körperteile wie Schultern und Hüfte tiefer einsinken können, während leichtere Körperteile sanft gestützt werden. So kann die Wirbelsäule in ihrer natürlichen, leicht geschwungenen S-Form ruhen.
Ist die Unterlage zu weich, hängt die Wirbelsäule durch, der schlafende Mensch verspannt sich und ist in seiner nächtlichen Bewegung eingeschränkt. Zum entspannten Liegen gehört auch, dass die Matratze bei heftigem Umdrehen nicht schaukelt, sondern nur kurz nachwippt. Zu harte Matratzen zwingen den Körper in eine belastende Lage und können Muskelverspannungen und Druckstellen auslösen.
Als Faustregel gilt: Schwerere Personen und Menschen mit Bandscheibenproblemen brauchen zumeist eine festere Unterlage, Leichtgewichte und ältere Menschen sollten zu weicheren Matratzen greifen. Matratzen für Kleinkinder sollten nicht zu weich sein, damit sie nicht zu tief einsinken und ihre Atmung nicht behindert wird.

DIMENSIONIERUNG
Wie bequem ein Bett ist, hängt nicht nur von der Qualität der Matratze und des Lattenrostes ab, sondern auch von der passenden Größe und Höhe. Da in der Regel nur die gestreckte Wirbelsäule entspannten Schlaf bringt, heißt das im Idealfall für die Länge: ausgestreckter Körper plus mindestens 20 cm. Für die Breite sind mindestens 95 cm im Einzelbett bzw. 90 cm pro Person im Doppelbett ratsam.
Die Höhe eines Bettes sollte im Gegensatz zu heute modernen niedrigen Betten bei mindestens 40 cm liegen. Denn in Bodennähe enthält die Raumluft mehr Staub, und außerdem erleichtert ein höheres Bett den Ein- und Ausstieg sowie das Bettenmachen.
Dr. Peter Kurz ist Experte für Bauen und Wohnen bei "die umweltberatung" Wien.
Kontroverse

Klimaschutz - Sollen die MieterInnen dafür zahlen?

Klimaschutz und Energiesparen ist in aller Munde, die Dämmung von Gebäuden würde sehr viel dazu beitragen können. Geht es nach den WohnbauträgerInnen, sollen die Kosten nach einer thermischen Sanierung auf die MieterInnen abgewälzt werden. Sollen die MieterInnen für den Klimaschutz zahlen?