Die dritte Dimension
Nachhaltig berichten
Kaum hat man sich auf die von immer mehr Firmen regelmäßig veröffentlichten Umweltberichte eingestellt, werden sie schon wieder durch umfassendere Nachhaltigkeitsreports ersetzt. Auch österreichische Unternehmen sind dabei. Zeit also der Frage nachzugehen, was es mit ihnen auf sich hat und worin sie sich von den mittlerweile bekannten Umweltberichten unterscheiden.
Die Veröffentlichung dieser Berichte zeigt, dass sich Nachhaltigkeit in vielen Unternehmen nicht mehr nur auf Umweltschutz beschränkt, sondern zunehmend auch die ökonomische und soziale Dimension einer nachhaltigen Entwicklung einbezogen wird. Das kommt der von gesellschaftlichen Gruppen und den eigenen Beschäftigten geäußerten Anspruchsvielfalt gegenüber den Unternehmen entgegen. Sie wollen die Firmen nicht nur an der Entwicklung von Aktienwert und Gewinn oder an den ökologischen Folgen der Produktion gemessen sehen, sondern auch daran, wie vorteilhaft die Arbeitsbedingungen sind und welchen Beitrag die Unternehmen zum Funktionieren der Gemeinschaft leisten. Insbesondere von den globalen Konzernen wird Rechenschaft verlangt. Unternehmen wie Nike oder Shell sind erst durch massive Boykottdrohungen sensibilisiert worden. Nicht zuletzt solche Konfrontationen haben zur Ausarbeitung von Leitfäden für integrierte Nachhaltigkeitsberichte geführt. Hervorzuheben ist hier die "Global Reporting Initiative" (GRI). Im deutschsprachigen Raum kann in diesem Zusammenhang auf das Modellprojekt des Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und des Instituts für Markt-Umwelt-Gesellschaft (imug) verwiesen werden (www.nachhaltigkeitsberichte.net). Unternehmen ab 500 Beschäftigte werden in der EU-Nachhaltigkeitsstrategie dazu aufgefordert, eine entsprechende "dreifache Bilanz" vorzulegen.
Nachhaltigkeitsberichte dienen aber nicht nur der Information der kritischen Öffentlichkeit, im Unternehmensrating liegt ein weiterer Grund für ihre Erstellung. Von leitfadengestützten Nachhaltigkeitsberichten erhoffen sich die privatwirtschaftlichen Ratingagenturen verlässliche und vergleichbare Unternehmensangaben. Diese sind für das Ranking innerhalb der verschiedenen Sustainability-Aktien-Indizes (www.sustainability- index.com) und somit für Pensionskassen oder andere Kapitalmarktakteure relevant, die ökologisch und ethisch korrekte Investitionsmöglichkeiten suchen. Die Bedeutung für den Kapitalmarkt hat nicht zuletzt zum gehobenen Interesse der Konzerne an der Nachhaltigkeitsberichterstattung geführt.
Die Gründe sind also vielfältig. Was aber steckt in den Berichten? Meist bekennen sich die Unternehmen eingangs zum Nachhaltigkeitsansatz. Danach werden oftmals die Firmengrundsätze bezogen auf Umwelt, Personal, Gesellschaft erläutert. Der eigentliche Datenteil folgt entweder der Dreigliederung Wirtschaft, Umwelt und Soziales, oder aber die Leistungen des Unternehmens werden thematisch nach Umwelt, Wirtschaft, Soziales, globale Verantwortung bzw. auf bestimmte Zielgruppen bezogen (Mitarbeiter, NGO, Gesellschaft) dargestellt. Hinsichtlich Umfang und Tiefe überwiegt meist der Umweltabschnitt. Darin spiegelt sich die Logik wider, die Umweltberichte durch die Hereinnahme von Angaben aus der vorliegenden Unternehmensbilanz oder dem Geschäftsbericht und – falls vorhanden – aus den Sozial- oder Personalberichten oder anderweitigen Quellen zu Nachhaltigkeitsberichten auszubauen.
Nachhaltigkeitsberichte dienen aber nicht nur der Information der kritischen Öffentlichkeit, im Unternehmensrating liegt ein weiterer Grund für ihre Erstellung. Von leitfadengestützten Nachhaltigkeitsberichten erhoffen sich die privatwirtschaftlichen Ratingagenturen verlässliche und vergleichbare Unternehmensangaben. Diese sind für das Ranking innerhalb der verschiedenen Sustainability-Aktien-Indizes (www.sustainability-
Die Gründe sind also vielfältig. Was aber steckt in den Berichten? Meist bekennen sich die Unternehmen eingangs zum Nachhaltigkeitsansatz. Danach werden oftmals die Firmengrundsätze bezogen auf Umwelt, Personal, Gesellschaft erläutert. Der eigentliche Datenteil folgt entweder der Dreigliederung Wirtschaft, Umwelt und Soziales, oder aber die Leistungen des Unternehmens werden thematisch nach Umwelt, Wirtschaft, Soziales, globale Verantwortung bzw. auf bestimmte Zielgruppen bezogen (Mitarbeiter, NGO, Gesellschaft) dargestellt. Hinsichtlich Umfang und Tiefe überwiegt meist der Umweltabschnitt. Darin spiegelt sich die Logik wider, die Umweltberichte durch die Hereinnahme von Angaben aus der vorliegenden Unternehmensbilanz oder dem Geschäftsbericht und – falls vorhanden – aus den Sozial- oder Personalberichten oder anderweitigen Quellen zu Nachhaltigkeitsberichten auszubauen.
Splitter
Für einen echten Nachhaltigkeitsbericht bedarf es erheblicher Anstrengungen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Berichte zu einem aufgebesserten Unternehmensprospekt verkommen.








